1. Dez. 2007
Neben Mitsommer ist ein Brauchtum wohl besonders mit Schweden verbunden, das Lucia-Fest am 13. Dezember. Wie das Midsommar-Fest hat Lucia mit dem Stand der Sonne und der Länge des Tages zu tun. Hat am Midsommar-Tag die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht und scheint somit am längsten, ist am 13. Dezember dem Lucia-Fest der kürzeste Tag. Jetzt fragt man sich: “Wieso am 13. Dezember?”, die Nacht vom 21 auf den 22 Dezember ist die kürzeste Nacht des Jahres, also die Wintersonnenwende. Aber, das war nicht immer so, denn bis in das Jahr 1699 war der 13. Dezember im Julianischen Kalender der kürzeste Tag des Jahres. Erst mit der Gregorianischen Kalenderreform fiel die Wintersonnenwende auf den 21 Dezember.
Der Name Lucia kommt vermutlich von der frühchristlichen Märtyrerin Lucia von Syrakus die im Jahre 304 durch die römische Christen-Verfolgung unter Diokletian hingerichtet wurde. Der Name Lucia bedeutet die Leuchtende von lateinisch lux (das Licht), das mag daher rühren, das Lucia der Sage nach, die unter der Verfolgung in die Katakomben geflohenen Christen mit einem Kerzenkranz auf dem Kopf mit Nahrung versorgte. Dies tat sie, damit sie die Hände in der Dunkelheit frei hatte.
Der schwedische Brauch ist aber wohl eher eine Mischung aus alten Riten die mit Christlichen Elementen vermischt worden sind. Erst im letzten Jahrhundert hat dieses Fest seine heutige Gestalt angenommen und erfreut sich immer noch zunehmender Beliebtheit. Hervorgegangen sind die Lucia-Umzüge aus alten Brauchtümern die um 1760 von dem westschwedischen Brauchtum der weißgewandeten Lucia langsam ersetzt wurden.
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