13. Jun. 2009

midsommar-feuerWieder einmal steht das meiner Meinung schönste aller schwedischen Feste vor der Tür – Midsommar. Und leider schaffe ich es auch dieses Jahr nicht, in den Genuss dieses Festes zu kommen. Gern währe ich nach Stockholm oder Göteborg gefahren und hätte dort den Vorabend von Mittsommer verbracht. Wenn nicht in einer der schwedischen Großstadt dann hätte man vielleicht die Midsommar-Feiern im Värmland und Dalarna verbringen können, denn diese haben ihren besonderes Reiz und sind immer ein Erlebnis. So wie die in Schweden lokal manchmal verschiedenen Kleinigkeiten die zu einem „Richtigen“ Mittsommerfest dazugehören, ist auch das Fest zu Sommersonnenwende in Nordeuropa sehr unterschiedlich. Das Mittsommerfest wird zusammen mit dem Johannisfest gefeiert, obwohl vom ursprünglichen Sinn hat das eine wohl nicht viel mit dem anderen zu tun. Das Johannisfest, oder das Fest der Johannisnacht ist ein christliches Fest zu Ehren von Johannes dem Täufer, das in den meisten Ländern die traditionellen Festlichkeiten verdrängt oder verändert hat. Mittsommer und alle ähnlichen nordeuropäischen Feste um die Sommersonnenwende herum, haben aber eindeutig einen heidnischen vorchristlichen Ursprung. Wohl ohne Frage stand die Sonne im Mittelpunkt der frühen Religionen, besonders in Skandinavien und im Baltikum. Weil die Sonne im Winter hier eher selten scheint, hatte sie einen umso höheren Stellenwert. Aus diesem Grund wird wohl auch in diesen Regionen das Mittsommer-, oder Johannisfest am intensivsten gefeiert. Wo in Deutschland und anderen Teilen Mitteleuropas ein „durchschnittliches“ Fest gefeiert wird, ist in den skandinavischen und baltischen Ländern der Teufel los.

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1. Jun. 2009

VättanrundanWie ich schon letztes Jahr geschrieben hatte, habe ich doch einigen Respekt vor den Fahrern die an der Vätternrundan teilnehmen. Bei 300 Kilometern mit Start und Ziel in Motala ist diese Strecke auch wahrlich kein Pappenstiel. Maximal 18.000 Radsportbegeisterte Teilnehmer aus aller Welt werden am 12. und 13. Juni 2009 um den Vätternsee fahren. Wie jedes Jahr ist maximale Teilnehmeranzahl schon Monate vor dem Rennen erreicht und viele haben trotz zeitiger Anmeldung eine Absage bekommen. Am besten ist es wohl, sich gleich am Rennwochenende für das nächste Jahr anzumelden, denn viele der Teilnehmer sind bekennende Wiederholungstäter. Im Grunde ist die Bezeichnung Radrennen für die Vätternrundan falsch, denn der Veranstalter bezeichnet die Vätternrundan als „Das größte Trimm-Dich-Rennen der Welt“. Was ist der Unterschied? Es werden zwar von jedem Teilnehmer die Zeiten genommen, aber hieraus ergibt sich keine Platzierung und keine Konkurrenzdruck. Wichtig ist einzig das Motto „See you in Motala!“, was deutlich ausdrückt das, das Ankommen und Durchhalten zählt. Die nächste Besonderheit, die dieses Radsport-Event auszeichnet, ist der oftmals familiäre Charakter, der durch die Umgebung und die Tradition der Veranstaltung gewachsen ist.

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