26. Jul. 2007

Bootsangeln in Schweden auf dem Vänern-SeeSonntag, Schweden, Stille und Urlaub! Was kann es schöneres geben … Der zweite Tag unseres Urlaubs war angebrochen, wir wollten uns erst einmal von der Fahrt erhohlen und einen Tag am und im See verbringen. Während meine Frau auf dem Badesteg lag und sich die Sonne auf den Rücken scheinen ließ, tollten die Kinder übermütig im angenehm warmen Wasser des Vänern herum. Ich wollte in aller Ruhe meine Angelausrüstung sortieren und dann wohl noch die ein oder andere Stunde angeln – Herrlich!


Weil bei der Fahrt alle Teile der Angelausrüstung verteilt im Auto verstaut gelegen hatten, war ein wenig Unordnung entstanden, die ich versuchte zu beheben. Die Angelruten hatten glücklicherweise in der Angeltasche im Dachkoffer gelegen und waren deshalb wohl sortiert. Die wollte ich später ausrüsten und für den Ernstfall vorbereiten. Der Angelkoffer mit den Kleinteilen hatte leider durch das Einpacken und die Fahrt ein ausgewogenes Mischungsverhältnis erreicht, dies galt es zuerst zu beseitigen. Auch die Köderbox, mit den Wobblern, Blinkern und Spinnern war zusammen mit dem Inhalt der Posenschachtel in ihrem Transporteimer schön durcheinander geschüttelt worden. Wie jedes Jahr sagte ich mir auch diesmal: „Nächstes mal verstaue ich das besser“. Aber was soll’s aufräumen macht Spaß – Wenn es Angelsachen sind 🙂

Nachdem Posen und Kunstköder fein säuberlich von einander getrennt waren und auch der Angelkoffer eine gewisse Ordnung hatte, machte mich daran die Angelruten für das Angeln aufzurüsten. Da ich ein absoluter Allround-Angler, bin hatte ich von allem etwas, aber nichts besonders Spezielles. Ich bin der Meinung, das Angeln zum angeln da sind und nicht zum herumzeigen und gut aussehen. Ich kenne leider auch „Angler“, die mehr auf die Exquisite Ausrüstung Wert legen, als auf den Spaß am Angeln und dem Fisch. Aber was soll’s, ich hatte doch tatsächlich 11 Angelruten im Futteral der Angeltasche, und von denen war keine teurer als 50 Euro. Meine teuerste Rute, eine Shimano Spinn-Rute die ich hier in Schweden für stolze 1300 Kronen erworben hatte, war leider beim Drill mit einem Seemonster am Vänern im Jahr zuvor zu Bruch gegangen.

Nachdem alle Ruten fertig zum Angeln vorbereitet waren, entschied ich, das der Tag gut für’s Bootsangeln wäre, wobei jede andere Angelart, nach Laune, die beste hätte sein könnten. Nach einer kurzen Beratung mit der gesamten Mannschaft, stand fest das meine Frau es vorzog vom Steg zu angeln und dort ein paar Barsche erbeuten wollte. Und wenn meine Frau sagt, sie wolle ein paar Barsche fangen, dann kann man sicher sein, das sie auch ein paar fängt. Wir also mit drei Herren ins Boot, ausgestattet mir Spinnruten, Angelkoffer, Köder, Kescher und selbstverständlich Schwimmwesten.

Eine kleine schöne Insel im VänernIn der Nähe wusste ich einen guten Platz, eine Insel die ein paar hundert Meter von der Küste im Vänern lag und sicher ein paar Fische für uns bereit hielt. Nachdem wir angekommen waren, half Johnny Lucas bei der Auswahl des Köders und den ersten Würfen. Mit seinen nicht mal 10 Jahren, hatte Johnny schon eine Ruhe und ein Selbstverständnis erreicht, die ich in diesem Alter sicherlich nicht hatte. So war es auch nicht sehr verwunderlich, das er den ersten, den zweiten und auch den dritten Barsch fing. Nachdem Lucas seinen ersten Barsch ins Boot gebracht hatte, wurde ich immer wieder mit einem Überheblichen lächeln der beiden Jungangler bedacht.

Als wir etwa zwei Stunden geangelt hatten, hatte ich genug sowohl vom Angeln als auch von den Fragen nach meinen Fischen. Johnny hatte mittlerweile sechs Barsche erbeutet, Lucas drei und ich hatte in der gesamten Zeit nicht einmal ein Biss zu verzeichnen. Nachdem wir dann auch noch bei der Rückkehr feststellten, das meine Frau in der Zeit fünf Barsche mit der Pose gefangen hatte, war ich doch recht geknickt. Dazu muss gesagt werden, das wir eine Art Wettbewerb hatten, pro Fisch einen Punkt, und wer am Ende des Urlaubs die meisten Punkte hat, ist Angelkönig. Wie es aussah war ich deutlich auf den letzten Platz verwiesen worden.

Aber, was soll es, das wichtigste war selbstverständlich die gesicherte Mahlzeit, die ich zubereiten sollte. Im Urlaub wird immer im Wechsel gekocht, da der Hecht von meiner Frau gebraten worden war, hatte ich die Aufgabe die Barsche zuzubereiten. Und was gibt es schöneres als Barsch in Ei und Mehl, Kross gebraten mit Reis… Extrem Lecker!

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