2. Jul. 2007

Öresundbrücke: KassenhäuserSchweden war erreicht! Die letzte, immer noch längste Etappe der Strecke zum Ferienhaus im Dalsland lag vor uns, aber irgendwie ist das Autofahren in Schweden einfacher, Stressfreier und selbst die mehr als 420 Kilometer sind erträglicher (Link). Schwedische Autofahrer scheinen nicht so aggressiv zu fahren wie in anderen Ländern manchmal üblich ist.

Der Grenzübergang und die Schalter für die Öresundbrücke sind dank Moderner Technik und genügend Personal schnell bewältigt. Grenze im Sinne von Abgrenzung und Passkontrolle gibt es aber nicht, sicher könnte es wohl mal eine Routinekontrolle geben, aber ich habe das noch nicht erlebt. Gelbe Straßenmarkierungen und Straßenschilder mit gelben Grund zeigen nur zu deutlich in welchem Land man sich nun befindet. An einem kleinen Parkplatz in der Nähe von Malmö machten wir noch einmal Rast und meine Frau übernahm das Steuer.


Autobahn vor Göteborg und KungsbackaVorbei an Malmö, Lund, Landskrona, Helsingborg, Halmstad, Falkenberg und Varberg fuhren wir immer auf der E6/E20 Richtung Göteborg. Irgendwann dämmerte ich dann auf der Strecke ein, und wurde kurz vor Göteborg von meiner Frau geweckt. Obwohl die Stadt wirklich klasse und übersichtlich ausgeschildert ist, ist man doch nach Stunden der Autobahnfahrt mit dem dichteren Stadtverkehr überfordert.

Von Göteborg aus kann man sich nun aussuchen ob man „über Land“ der E45 Richtung Trollhättan, oder der E6 Richtung Uddevalla folgt. Beide Strecken sind meiner Meinung ziemlich gleich schnell, obwohl ein Navigationsgerät immer die E6 vorzieht. Da wir, wie immer die Abfahrt zur E45 verpassten, fuhren wir die E6 bis kurz vor Kungälv und überqueren die Götaälv direkt bei der Bohus-Fästning. Immer der E45 folgend, fuhren wir nun in Richtung der Autostadt Trollhättan. Über die Göta-Älv, vorbei am Överby-Köpcentrum (ein sehr schönes Einkaufszentrum) kamen wir nach Vänersborg.

Nach etwa 10 Stunden Autofahrt lag nun die Stadt Vänernsborg vor uns, wie der Name schon sehr deutlich macht, das Tor zum ersehnten Gewässer, dem See Vänern. Meine Frau schaute neben mir auf die Schweden-Landkarte und verkündete: „Das letzte Stück bis nach Mellerud ist nur noch Landstraße, und von dort ist es dann nicht mehr weit!“. Hinter mir entstand das erste mal, ein kleines bisschen Aufregung: „Wie lange noch“. Diesen Satz, den ich im Prinzip schon an der ersten Strassenausfahrt erwartet hatte, konnte ich nun mit einem „Nicht mehr lange“ beantworten. Dann, als wir die Stadt passiert hatten, ging es entlang der 44 ins Dalsland hinein. Hier kommt für mich, jedesmal so etwas wie ein „endlich zu Hause-Gefühl“ auf. Es war ja nicht das erste mal das wir im Dalsland Urlaub machten, also ist eine gewisse Vertrautheit zu dieser Schwedischen Region normal. Saftige Weiden, Felder und Wiesen wechselten sich mit Wäldern ab. Wir durchfuhren die Orte Frändefors, Brålanda und Erikstad, und erreichten schließlich Mellerud (Link).

Mellerud ist eine kleine, sehr schöne Stadt, die alle Ansprüche eines Urlaubers erfüllen kann. Hier gibt es Möglichkeiten seinen Reiseproviant aufzustocken wenn man auf der Durchreise ins Värmland oder nach Dalarna ist. Aber auch alles andere ist zu finden, über Banken, Apotheken und Restaurants bis hin zu Geschäften um einfach nur zu shoppen.

Nicht mehr weit! Wir hatten unser Ferienhaus fast erreicht, von Mellerud nur noch ein relativ kleines Stück, ein paar mal abbiegen und wir waren am Ziel. Zum Glück sind schwedische Ferienhäuser nicht wie die meisten Ferienhäuser in Dänemark, hier ist es schwer ein Ferienhaus von einem normalen Schwedenhaus zu unterscheiden. Deswegen sind die Standorte auch manchmal einzigartig, so wie hier : Auf einem Hügel direkt am Vänern-See gelegen. Zwar nicht weit vom Haus des Vermieters entfernt, aber Schweden achten sehr auf die Privatsphäre des Gastes. Unser Vermieter schaute aus seinem Werkstatt-Schuppen, hob die Hand und arbeitete weiter. Ich musste grinsen: „Super wir sind da!“

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