17. Okt. 2007

Ostseeküste von SchwedenMit circa 6.700 Kilometer Küste, von der Finnischen Grenze in der Region Norrbotten (Norrbottens län) bis zur Norwegischen Grenze in der Region Bohuslän (Väster Götlands län) hat Schweden, nach Dänemark mit 7.300 Kilometern die zweit längste Ostseeküste. Die Küste der Ostsee ist so abwechslungsreich wie Schweden selbst, mit den Süßwasserregionen des Bottenviken, dem nördlichsten Teil des Bottnischen-Meerbusens über die gemäßigte Küste Südschwedens bis hin zur rauen Fjordlandschaft des Kattegats. Ein Angler findet hier vom Brandungsangeln auf Dorsch und Plattfisch bis hin zum Angeln mit der Pose auf Brassen und Barsch alles was er möchte.


Im nördlichen Teil der Ostsee, dem sogenannten Bottnischen-Meerbusen, hat die Ostsee eher den Charakter eines großen Süßwassersees. Hier nördlich der Linie Norrtälje – Torku mit den Åland-Inseln wird die Ostsee so stark abgeteilt das sich durch Regen und Zuflüsse ein Brackwassergebiet gebildet hat, je weiter nördlich man kommt desto weniger Salz ist im Wasser enthalten. Im äußersten Norden besteht die Ostsee aus fast reinem Süßwasser und deswegen sind hier auch viele Süßwasserfische vertreten. Normale Angelmethoden die in jedem See erfolgversprechend sind, sind auch hier richtig. Mit einem guten Bestand an Friedfischen und Raubfischen kann man seiner Angelleidenschaft frönen.

Ostseeküste von SchwedenDie Schärenküste an der Ostseite von Schweden ist mit ihren unzähligen Inseln und Felsen ein Fanggebiet das weltweit einen guten Ruf unter Raubfischanglern besitzt. Von Stockholm bis hinunter nach Kalmar werden immer wieder kapitale Hechte, Meerforellen und Lachse gefangen. Auch für das Angeln auf Zander und Barsch ist dieses Gebiet nahezu Ideal. Der gute Bestand an Weißfisch sorgt dafür das die Raubfische gute Wachstumsbedingungen haben, und durch diesen Bestand ist auch für den Friedfischangler gesorgt. Wer in den Schären ein Boot zur Verfügung hat, ist bei der Stellenauswahl und der Vielfalt der Angelmöglichkeiten klar im Vorteil.

Die Südschwedische Küste von Gotland bis nach Helsingborg hat dann, je weiter man Richtung Norwegen kommt, einen „normalen“ Ostsee-Charakter. Nördlich von Helsingborg sind dann Dorsch und Köhler die Zielfische, auf die man angelt, die Küste wird zunehmend felsiger und rauer. In den Küstengewässern von Bohuslän kommen dann immer mehr Fische hinzu die man eher in der Nordsee erwartet. Pollack und Leng sind hier genauso vertreten wie Wittling, Flunder und Makrele. Ostseeküste von SchwedenWer die Möglichkeit hat, in der Brandung dieser Küste zu angeln, wird sicherlich nicht enttäuscht werden.

Die Ostsee ist somit für einen Angler, egal welche Methode er bevorzugt ein optimales Angelrevier. Ein Friedfischangler mit einer feinen Stipprute kommt hier genauso zu seinem Fangerfolg wie Raubfischangler und ein Meeresangler der am Strand oder in den Felsen vor der Küste angelt.

Petri Heil!

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3 Kommentare »

  1. » Angeln in Schweden |Angler-Seiten schreibt:

    […] Angel-Reisen-Schweden: Die Ostseeküste von Schweden […]

    2. Jul. 2008 | #

  2. Stippruten Fan schreibt:

    Oh, cooler Bericht. Da krieg ich doch gleich wieder Lust auf Schweden. ABer jetzt steht erst mal wieder Norwegen an, im Juni… 🙂

    4. Mrz. 2009 | #

  3. Angeln an den Küsten der Ostsee in Schweden | Angel - Reisen - Schweden schreibt:

    […] was viele nicht bedenken und was oftmals völlig unterschätzt wird, ist das Meeresangeln an den Küsten von Schweden. Schweden bietet wohl die abwechslungsreichste Meeresküste in ganz Europa. Angefangen von einem […]

    12. Jul. 2010 | #

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