18. Apr. 2008

Forelle aus SchwedenSpricht ein Schwede von Öring, meint er damit im Allgemeinen die Forelle, genau wie in Deutschland wird der Begriff oft Art übergreifend genutzt. Manchmal wird sowohl die Bachforelle genauso mit dem Wort Öring übersetzt wie die Regenbogenforelle, auch hierbei unterscheiden sich Schweden nicht weiter von Deutschen. Selbstverständlich haben die einzelnen Arten und Unterarten ihren ganz eigenen Namen, die normalerweise auch benutzt werden, der Einfachheit halber aber zuweilen abgekürzt werden. Für einen Angler ist es aber wichtig, zu wissen welcher der Fischarten dann nun genau gemeint ist, denn eine Seeforelle ist doch schon etwas anderes zu befischen, wie eine Bachforelle. Ein kurzes Nachfragen hilft meist, denn die Schweden wissen in der Regel welche Art von Forelle in dem Gewässer lebt, wollen bloß niemanden überfordern.


Havsöring:
Havsöring bedeutet Meerforelle (Havs = Meeres), dieser Fisch ist vornehmlich ist Küstennahen Gewässern anzutreffen. Viele Flüsse und Seen die eine direkte Verbindung zum Meer besitzen, beherbergen diese Forellenart. Bezeichnet mit dem Lateinischen Namen Salmo trutta trutta, gilt die Meerforelle als Stammform der Forelle, aus der sich andere Unterarten gebildet haben. Die Meerforelle ist ein Wanderfisch, der zum Laichen ins Süßwasser geht, das Bedeutet, das er vom Meer in die Flüsse aufsteigt um hier seine Eier abzulegen. Im Gegensatz zum Lachs (Lax), der diese Wanderung gleichfalls unternimmt, stellt die Meerforelle die Nahrungsaufnahme nicht ein und bleibt länger im Süßwasser. Die Meerforelle wird hauptsächlich mit Spinnangel und Kunstköder, oder mit der Fliegenrute gefangen. Sehr gute Gebiete in Schweden um Meerforellen zu fangen, ist die Küste von gesamt Schweden, von Strömstad im Westen, bis zur Finnischen Grenze im Osten, zusätzlich die Küstennahen Flüsse und besonders der Vänern.

Bäcköring:
Die Bachforelle heißt in Schweden Bäcköring (Bäck = Bach), sie ist eine im Süßwasser lebende Unterart der Meerforelle und hat im Lateinischen den Namen Salmo trutta forma fario. Die Bachforelle lebt vorzugsweise in schnell fließenden, sauerstoffreichen und kühlen Gewässer mit Sand- oder Kiesgrund, aber auch in einigen klaren und sauerstoffreichen Seen. Viele Bäche und Flüsse in gesamt Schweden bieten gute Möglichkeiten um auf Bachforellen zu angeln, besonders in Lappland und der Fjäll-Region finden sich einige Traumhafte Gewässer. Fliegenfischen ist eine der beliebtesten Methoden um auf Bachforellen zu angeln, alternativ dazu kann man mit kleinen Spinnern und Blinkern diesem Salmoniden nachstellen.

Insjööring:
Eine andere Forellenart ist die Seeforelle, sie im schwedischen Insjönöring (Insjön = Binnensee) genannt wird. Auch die Seeforelle ist eine Süßwasserlebende Unterart der Meerforelle die, die lateinische Bezeichnung Salmo trutta lacustris trägt. Wie der Name schon verrät, lebt die Seeforelle vorrangig in den Seen Schwedens. Bekanntester See mit einem guten Bestand von Seeforellen ist der Vänern, außerdem gibt es noch einige weitere erstklassige Seen die diesen Fisch in Schweden beherbergen.

Regnbåge / Regnbågsöring:
Die Regenbogenforelle oder der Regenbogner wird im schwedischen Regnbåge oder Regnbågsöring genannt. Diese im späten 19.ten Jahrhundert nach Europa eingebürgerte Fischart stammt ursprünglich aus dem Nordwestlichen Amerika und trägt den Lateinischen Namen Oncorhynchus mykiss. Die Regenbogenforelle gehört heutzutage zum „Natürlichen“ Fischbestand vieler Gewässer, und ist direkter Konkurrent der anderen Salmonidenarten. Die auch als Steelhead bezeichnete Wanderform der Regenbogenforelle kommt sowohl in einigen Küstenabschnitten der Ostsee vor, sowie im Vänern und anderen größeren Seen. Vielen See, Flüssen und Teichen im gesamten Gebiet von Schweden trift man auf diese Fischart, die wie die anderen Forellenarten sehr gut mit Kunstködern und Fliegenrute zu beangeln sind.

Wer in Schweden angelt kommt also am Wort Öring und somit an der Forelle nicht vorbei.

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